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Columbia Circle

Es war eine hohe Regenwahrscheinlichkeit vorausgesagt, mindestens aber bewölkter Himmel. Doch es präsentierte sich mir stattdessen ganz unverhofft ein blauer HImmel bei guter Luft. Nichts wie raus! Erst eine Runde mit dem Hund und dann ab in die Stadt. Am Columbia Circle bin ich bisher nur bei Dunkelheit gewesen, daher stand ein Besuch bei Sonnenschein noch auf meiner Wunschliste.

 

Heute liegt der Columbia Circle im Grunde mitten in der Stadt, Als er jedoch am Ende der 20er Jahre gebaut wurde, lag die Gegend außerhalb der Konzessionen mitten im Grünen. Der Komplex wurde als Country Club der Amerikaner erbaut. Es gab ein Schwimmbad, Tennisplätze, ein Baseballfeld, eine Bowlinganlage, ein Clubhaus mit Billiardtischen und Gentlemen-only-Räumlichkeiten. Der Columbia Circle war der Mittelpunkt der in Shanghai lebenden Amerikaner. Später während des 2. Weltkriegs nutzten es die Japaner als Internierungslager, anschließend war dort einer Shanghaier Firma untergebracht. Bis vor kurzem standen die Gebäude leer, alles war zugewachsen und teilweise verfallen.

 

Mittlerweile weiß die Stadt Shanghai wieder den Wert dieser historischen Plätze als Anziehungspunkt für Touristen und andere Foto-wütige Menschen zu schätzen. Der gesamte Gebäudekomplex wurde aufwändig renoviert und teils durch Neubauten ergänzt. Ein paar Tafeln berichten von der Geschichte des Columbia Circles. Es sind dort viele Restaurants zu finden, ein stylischer Buchladen einer japanischen Kette inclusive Café, ein schicker Retro-Outdoorladen und ein kleines Museum. Auch der Swimmingpool ist originalgetreu erhalten und blitzt in der Sonne. Leider dient er lediglich als Fotoobjekt. "Baden verboten!", was in der sommerlichen Hitze sicherlich unverständlich erscheinen mag, 

 

Mir hat die Mischung aus Moderne und Historie super gefallen.

Schön ist es geworden.

 

Liebe Grüße,

die Gatzingerin